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Unken weil’s schmeckt

Ein starkes Quintett sorgt für den regionalen Hochgenuss

„Unken weil’s schmeckt“: Das ist der Vereins-Slogan von fünf Pinzgauer Landwirten, die sich in Unken zur Vermarktung ihrer regionalen Produkte zusammengetan haben.

 

Mit eingebunden sind die Besitzer des Ennsmanngutes, des Köstlerhofes, des Lutzgutes, des Perchthofes sowie des Reitbauerngutes. Gemeinsam vermarkten sie Fleisch, Fisch, Käse, Milchspezialitäten, Nudeln und vieles mehr. All diese Produkte produzieren die Bauern ausschließlich selbst. Kunden des Vereins, der im unteren Saalachtal bereits große Beliebtheit genießt, sind die Gastronomie, die Hotellerie sowie private Haushalte. So beliefert die Bauerngemeinschaft unter anderem die umliegenden Wirte, so den Kirchenwirt, den Dorfwirt, das Kinderhotel Post und den „Tante-Emma-Laden“ im Unkener Heutal. „Das Gute liegt so nah“ ist das Motto der fünf Bauern, und spätestens beim Verkosten der frischen handgefertigten Produkte wird die Liebe zur Regionalität spürbar. Begonnen hatte diese starke Kooperation am 1. September 2016. Damals sei, so erzählen die fünf Landwirte, war der Verein unter der Obmannschaft des Ennsmannbauern Thomas Willberger gegründet worden. Schon bald danach seien 400 Bäuerinnen aus dem Tiroler Bezirk Kitzbühel angereist, um sich vor Ort diese gemeinsame Vermarktungsschiene anzuschauen. Sie staunten nicht schlecht über die Vielfalt der angebotenen Produkte, die jeder Bauer auf seinem Hof verkauft und zudem auch Produkte der anderen Vereinsteilnehmer mitanbietet. Der Verein übernimmt das Catering für private wie öffentliche Festlichkeiten, präsentiert sich zweimal jährlich bei den „Genusstagen“ des Kinderhotels in Unken, bietet seine Schmankerl auf heimischen Veranstaltungen an und packt für Kunden seine Köstlichkeiten gerne in Geschenkskörbe. 2016 haben diese fünf Bauern auch schon in der Salzburger Residenz die Besucher mit Forelle, mit Schoten gefüllten Fleckennudeln, Senninhupfern und Ziegentopfen-Aufstrichen verwöhnt. Was ihnen aber am wichtigsten ist: „Dass wir uns alle so gut verstehen und die Wertschöpfung im Ort bleibt. Wir lieben unsere von Hand gemachte Arbeit alle in gleicher Weise“, sagen sie.

 

Beim Ennsmanngut ziehen alle an einem Strang

Vier Generationen leben am Ennsmanngut auf 560 m Seehöhe unter einem Dach. Deshalb ist auch die bäuerliche Arbeit quasi ein „Generationenprojekt“: Während Gerlinde und Johann Willberger die Landwirtschaft betreiben, hat sich Sohn Thomas gemeinsam mit seiner Gattin Gertraud auf den Hofladen spezialisiert. Hier wird direkt vermarktet, was in großer Vielfalt gezüchtet und produziert wird: Forellen, Saiblinge, gebeizte Lachsforellen, Fischsulze und –suppe, Fischaufstriche, geräucherter Fisch im Filet oder im Ganzen; Wildprodukte, wie Hirschwürstel und Geräuchertes; Kalbfleisch, Ziegenmilchprodukte, Honig, Kräutersalze – und natürlich das köstlich schmeckende Brot aus dem eigenen Holzofen. Der befindet sich im alten „Backhäusl“ neben dem Hof, wo auch der Räucherschrank für die Forellen untergebracht ist. Das Sauerteig-Brot bäckt Gerlinde Willberger einmal die Woche für den Hofladen, der jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet ist. Hier wird auch der hauseigene Obstler verkauft, weil am Hof ein uraltes „Brennrecht“ dafür besteht und im Obstgarten jede Menge Birnen, Zwetschken und Äpfel wachsen. Die Köstlichkeiten aus dieser Vollerwerbsbauernschaft verkauft Juniorbauer Thomas Willberger nicht nur über die „Unken weil’s gut schmeckt“- Vermarktungsschiene sowie im Hofladen sondern von Ende März bis Ende Oktober auch jeden Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr 30 beim Wochenmarkt in Saalfelden.

 

Das Brathendl der Köstlerbauern ist ein Gedicht

Der Köstlerhof liegt direkt am Tauernradweg und nahe der Saalach, wo die Besucher im Sommer am Strand spielen, Kajak fahren oder mit einer Raftinggruppe das Wildwasser erkunden. Lorenz Lidicky, der Juniorbauer, züchtet am Hof Kühe, Ochsen, Kälber, Ziegen, Schafe, Hühner, Hasen – was natürlich auch die Kinder beim „Urlaub am Bauernhof“ genießen. Während die Gäste „mit der Seele baumeln“ oder in die Berge und auf die Almen wandern, wird in der Käserei des im Nebenerwerb geführten Köstlerhofes Gutes mit Liebe und Überzeugung hergestellt: der Oberflächen gereifte Schnitt- und Hartkäse aus Kuh-Rohmilch mit natürlichem und reduziertem Fettgehalt; dann die Schotten aus der Molke; der Sauerrahmbutter und das Butterschmalz sowie von den Freilaufhühnern das Brandhendl. Alle Produkte gibt es am Hof zu kaufen, Hendln und Butterschmalz auch im „Saalachtaler Bauernladen“ in Saalfelden. Und natürlich fließen die Erzeugnisse des Köstlerbauern in den großen „Warenkorb“ des gemeinsamen Vereins der fünf Unkener Bauern.

 

Zu Gast bei der modernen „Kräuterhexe“

Der Kräuterhof Lutzbauer liegt im Unkener Gföll auf 800 m Seehöhe auf steiler, exponierter Hanglage. Die Biobauern Barbara und Hans Haider betreiben hier neben der Kuh-Milchwirtschaft auch die Aufzucht von Freilandschweinen. Lutzbäuerin Barbara, die moderne "Kräuterhexe", führt gerne durch ihren großen Kräutergarten mit über 300 verschiedenen heimischen Heilkräutern. Jene zum Räuchern werden im Geschäft der „TEH“, der „Traditionellen Europäischen Heilkunde“ in Unken, verkauft. Das Brauhaus Gusswerk in Hof braut das Bier „Black Betty“ mit den Kräutern der Lutzbauern. Deren Heublumenauszug verwendet die Confiserie Berger in Lofer für die feine Schokoladenkreation „Berglegenden“. Die Lutzbäuerin veranstaltet Workshops über das Räuchern mit heimischen Harzen und Kräutern sowie Seminare über das Herstellen von Tinkturen und Salben. Der Lutz-Schaukräutergarten ist jederzeit für Besucher zugänglich. Barbara Haider lädt überdies ab Mitte Juni bis Anfang September jeden Freitag ab 18 Uhr zu einer Kräuterwanderung entlang des angelegten Heilkräuterweges ein. Danach kann man sich bei einer Jause in ihrem Mostbuschenschank stärken und in „Barbaras Bauernladen“ stöbern. Der Hofschank ist jeden Freitag ab 18 Uhr (ansonsten auf Anmeldung) geöffnet. Auf Vorbestellung möglich sind auch Angebote wie „Gutes aus der Bauernküche“ oder „Tafeln wie im Mittelalter“. Vor allem die Heilkräuter, aber auch der Speck, Aufstriche und Käse, fließen in die gemeinsame Vermarktungschiene „Unken weil’s schmeckt“ ein. 

 

Ein "alter Hase" bei der Direktvermarktung - der Perchthofbauer

Katharina und Walter Haider, die Perchthofbauern im Dorf Unken, sehen ihren Hof als einen „Minikosmos“ – eine Lebensgemeinschaft von Pflanzen, Tieren, Menschen in gegenseitiger Abhängigkeit. Dieses „Paradies“ gelte es zu erhalten, ist ihr Credo. Mit viel Liebe führen sie ihren landwirtschaftlichen Betrieb, und sie waren auch Vorreiter, was die Direktvermarktung am Hof betrifft. so verkauften sie schon vor zwei Jahrzehnten ihre Produkte im eigenen Hofladen. Dafür zuständig ist heute Tochter Elisabeth Hohenwarter, die jeden Freitag von 13 Uhr 30 bis 17 Uhr ihren Bioladen am Perchthof öffnet. Der "biegt" sich geradezu mit leckeren, selbstgemachten Produkten. Angeboten werden Biofleisch, Brot, Butter, Gänse-, Puten-, Schwein- und Rindfleisch, Gebäck, Geflügel, Joghurt, Käse, Milch, Liköre, Marmelade, Mozzarella, Rahm, Säfte, Salate, Salben, Schnäpse, Seifen, Speck. Vor allem die Bio-Freilandeier sowie die eigenen Voll-Ei-Nudeln werden im gemeinsamen Verein an Gastronomen und die Hotellerie verkauft, auch der „Bauernladen“ in Saalfelden ist Abnehmer der Eier. 

 

Quereinsteiger mit der Leidenschaft fürs „Erdige“: die Reitbauern

Miriam Seelinger hat Architektur studiert, Ferdinand Pedevilla ist Grafiker: Die Tiroler aus Kitzbühel haben vor einigen Jahren den Reitbauernhof in Unken gekauft und Pedevilla hat die landwirtschaftliche Facharbeiter-Ausbildung absolviert. Den auf 600 m Seehöhe liegenden Hof haben die beiden renoviert, den Stall neu gebaut und auf Milchziegenbetrieb mit eigener Nachzucht umgestellt. Ihre Herde umfasst 28 Gebirgs-Milchziegen, den Bock Sigi und eine Bande quirliger Halbwüchsiger, die mit bestem Grünfutter und kräuterreichem Heu verwöhnt werden. „Die leicht verdauliche Ziegen-Rohmilch wird bei uns schonend zu hochwertigen Naturprodukten veredelt. So bleiben die wichtigen Inhaltsstoffe erhalten“, erklären die beiden und zählen auf, was bei ihnen alles am Hof von der Ziege produziert wird: Frischkäse, Camembert, Joghurt, Schnittkäse, Fruchtmolke und der Ziegentopfen. Eine Variante davon ist der Krentopfen, der wunderbar zum Fisch des Ennsmannbauern passt. – Und ein gutes Beispiel dafür ist, wie der Unkener Verein all seine Produkte gut kombinieren kann. Beim Reitbauern kann man die Produkte auch am Hof kaufen. 


Hier gehts zur Webseite der Unkener Bauern.
 

Bilder Credit: Unken weil’s schmeckt








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