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Mei Muich

Dieser „Milchmann“ kommt sogar zu Ihnen in die Berge

Wer erinnert sich noch an den Milchmann, der täglich frische Milch an die Haustüre brachte? Die Bauernfamilien Perwein und Mayrhofer lassen diese Tradition wieder aufleben. Sie gründeten im Pinzgauer Ort Leogang den Milchlieferservice „Mei Muich“.

 

Schauplatz „Gerstboden“ im Leoganger Ortsteil Otting: Bernhard Perwein, Sohn der Zieferbauern Maria und Rupert Perwein, eilt am Hof geschäftig hin und her während er ein Lieferauto mit frischen Milchprodukten bestückt. Die bringt jetzt seine Ausfahrerin an private Haushalte – und wir waren mit dabei.
 

Es ging ins Dorf Leogang hinein und dann hinauf über die Bergstraßen. Vor den Türen hatten die Konsumenten schon Kühltaschen bereitgestellt. In die gab die Lieferantin die vollen Milchflaschen und sammelte die Leergebinde ein. Manche Kunden aber waren zu Hause und nahmen die Produkte selbst entgegen. Es wurde gescherzt und gelacht, die Kinder warteten schon ungeduldig auf ihr „Lieblingsjoghurt“. 30 Haushalte steuerte die Lieferantin an diesem Vormittag mit viel Elan an. Oft seien es dreimal so viele, erzählte sie während der Fahrt und meinte: „Es ist eine schöne Arbeit. Ich liebe die Kundennähe.“ Dass die Lieferung von frischer Milch direkt zum Haus eine „super Sache“ sei, betonte der Kunde Hermann Müllauer sen. Halt machte die Ausfahrerin auch bei Elisabeth Hofer, die schwärmte: „Schön, wenn man regionale Produkte kaufen kann und noch dazu zugestellt bekommt.“ Heimische Produkte seien für sie ganz wichtig, erklärte Gadira Sipiz, die selbst viele Sorten Gemüse anbaut. Naturjoghurts nahm Trude Herzog mit Freuden entgegen. „In die gebe ich dann eigene Früchte hinein“, verriet sie.

Begonnen hatte alles 1995 mit der Aufstellung eines Milchautomaten durch die Zieferbauern im Ortsteil Otting: Kunden konnten dort täglich die frische Milch abzapfen. „Dann aber stellte sich heraus, dass viele beliefert werden wollten“, erinnert sich Rupert Perwein. Der gründete im Jänner 2004 mit dem Ottingbauern in der Nachbarschaft, Leonhard Mayrhofer, die „Rinderzuchtgemeinschaft Leogang“. Zusammen werden seither insgesamt 50 Hektar Fläche bewirtschaftet und die Milch von 30 Kühen verwertet.
 

Gemeinsame Vermarktungsschiene – eine Erfolgsgeschichte

Drei Viertel der erzeugten Milch liefern die beiden Bauern an die Molkerei, ein Viertel wird über die Gemeinschaftsschiene „Mei Muich“ direkt vermarktet. Kunden sind junge Bewohner von Leogang und Saalfelden bis zu Pensionisten, ebenso die Gastronomie, wie das Forsthofgut, das Biohotel Rupertus oder die Rieder Alm. An private Haushalte geliefert werden die Milchprodukte bis zu dreimal die Woche, jeweils Montag, Mittwoch und Freitag vormittags, wobei monatlich 4 Euro an Aufwandskosten in Rechnung gestellt werden. Die Kunden müssen nicht zu Hause sein, um die Lieferung entgegen zu nehmen. Nötig ist eine Vereinbarung, wo die Produkte abgestellt werden können. Bestellt werden können Rohmilch (1 L - 1,20 Euro), pasteurisierte Milch (1 L- 1,30 Euro), Eier (10 Stück – 4,50 Euro), Bauernbrot (1 Kg – 3,70 Euro) aus hofeigenem Getreide, Naturjoghurt (250 g – 0,90 Euro) sowie Fruchtjoghurt in den Sorten Vanille, Mango-Vanille, Haselnuss, Erdbeer (250 g – 1,10 Euro). Sogar spezielle Monatsjoghurts gibt es im Angebot. Saisonell abgestimmt kreiert Bernhard Perwein zum Beispiel im Sommer ein „Pfirsich- Maracuja- oder „Pfirsich- Marille“-Joghurt, im Herbst die Sorte „Mocca“, im Winter ein Joghurt mit Bratapfelgeschmack. Die Milch erhalten die Kunden in Mehrwegflaschen. Diese werden nach Rücknahme gereinigt und wiederverwendet. Bestellt werden kann bequem über Telefon, E-Mail oder direkt auf der Homepage unter www.mei-muich.at. Am Monatsende erfolgt die Abrechnung.

 

Alles selbst gemacht – die Köstlichkeiten im „Gerstbodner Troadladl“

Die Direktvermarktung hat beim Zieferbauern eine lange Tradition. Deshalb hat der angehende Ziefer-Jungbauer Bernhard Perwein auch die Vermarktung der Milchprodukte sowie die Produktion der Joghurts für die „Rinderzuchtgemeinschaft“ übernommen. Bei ihm Zuhause lädt er in den Hofladen, der seit 2016 besteht. In diesem sogenannten „Gerstbodner Troadladl“ werden alle biologisch erzeugten Produkte der Zieferbauern angeboten. So das frische Brot aus selbst angebautem Dinkel-Vollkorn sowie das Weizen-Roggen-Mischbrot mit Sauerteig. Beides bäckt die Zieferbäuerin Maria Perwein selber. Dann gibt es Dinkelreis, Schnäpse, Liköre, Säfte, Apfelwein, Honig, Marmeladen, Chutneys, Pestos, Sirupe, Kartoffel sowie vegane Dinkel-Vollkornnudeln ohne Eier – und natürlich auch alle Milchprodukte, wie Milch, Joghurt, Aufstriche, Topfen, (Frucht-)Buttermilch und Sauerrahmbutter. Geöffnet ist der Hofladen montags von 9-14 Uhr und freitags von 14-17 Uhr. Bei Interesse macht Bernhard Perwein auch Hofführungen und zeigt, wie Landwirtschaft heute funktioniert.

 








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