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Großmamas Rezepte

Köstliches aus Großmamas Rezeptbuch zum Selbermachen

Meine Großmutter war Bäuerin in Untertauern. Sie hatte zehn Kinder und dazu noch ein Pflegekind und es war bestimmt nicht immer einfach, manchmal schlicht und einfach auch gar nicht möglich, die ganze Familie satt zu bekommen. Zum Kochen verwendet wurde hauptsächlich das, was am Hof selbst hergestellt werden konnte, Obst, Gemüse, Milchprodukte, ab und zu Fleisch, zugekauft wurde nur wenig.

Einige ihrer Kochrezepte habe auch ich noch in Verwendung, viele sind jedoch leider schon fast in Vergessenheit geraten…
Höchste Zeit also, diese alten Rezepte zu sammeln, aufzuschreiben und auszuprobieren! Und ich weiß auch schon genau, wo die Spurensuche beginnen wird: bei meiner Mutter, die uns zu Ostern und zu besonderen Anlässen mit einer meiner absoluten Lieblingsmehlspeise verwöhnt: Schneckennudeln!

„Ja weißt du, als ich noch ein Kind war hat es die immer am Karsamstag zum Abendessen gegeben,“ erzählt sie mir lachend. „Die Großmama hat sie meistens am Nachmittag gemacht und damit wir Kinder beschäftigt waren, hat sie uns währenddessen oft hinaus geschickt zum Schneckenhäusl-Sammeln! Aber keine Sorge, echte Schnecken sind keine drinnen, in den Schneckennudeln.“

Ja, das hatte ich mir fast schon gedacht, handelt es sich bei den Schneckennudeln doch um feine Germteigschnecken, gefüllt mit Powidl. Nach dem genauen Rezept gefragt, bekam ich zur Antwort: „Da nimmst du ungefähr 1 Kilo Mehl und 6 Dotter und ein halbes Stückerl Butter und a bisserl Rahm wenn du gerade einen Zuhause hast, und 6 EL Zucker ungefähr und 2 Germ und a Milch und dann machst du einen Germteig. Den musst du dann gehen lassen und mit Butter einstreichen und einschlagen und wieder gehen lassen und noch einmal einstreichen und gehen lassen und das tust du dreimal. Danach den Teig ausrollen und das Powidl drauf und…..“ „Stopp!“ hab ich gesagt, „Bitte noch einmal ganz langsam, zum Mitschreiben!“
 

Und dieses Rezept ist dabei herausgekommen:

Schneckennudeln - Germteigschnecken mit Powidl –  aus Großmamas Rezeptesammlung

 

Ja, meine Oma war eine tolle Köchin. In Zeiten, in denen die nächste Einkaufsmöglichkeit kilometerweit entfernt war, war das bestimmt nicht immer leicht. Gekocht wurde hauptsächlich mit dem was der Garten, die Felder und der Stall eben hergaben und gegessen wurde das, was auf den Tisch kam. Punkt.
Und trotzdem, wenn ich so zuhöre, wie sich meine Tanten und Onkeln unterhalten über früher, was es da so zu essen gab,  dann höre ich nicht Worte wie „Entbehrung“ oder „karge Mahlzeit“, sondern da geht es meist um schöne Erinnerungen, verbunden mit einfachen, bodenständigen Gerichten die gemeinsam am großen Küchentisch gegessen wurden. Solche Schätze sollen nicht verloren gehen, Daher habe ich mich auf die Suche gemacht, nach diesen alten Rezepten meiner Großmama.
Meine Cousine, die Eggl Linde aus Flachau, die ist mir sofort eingefallen, als ich darüber nachdachte, wer denn wohl noch ein paar dieser alten Rezepte kennt. Letztens habe ich bei ihr so besonders gute Bauernkrapfen gegessen und die, das weiß ich ganz genau, hat schon meine Großmama gemacht. 
 

Gutes aus Großmamas Küche – Krapfen selbst gemacht
 

Tipp: „Meine ältere Tochter mag so gerne Germknödel!“ hat mir meine Cousine Linde verraten. „Da füll‘ ich dann einfach immer eine oder zwei Teigkugeln mit Marmelade und mach ihr welche!“ Die Germknödel werden im Dampfgarer oder im Kochtopf mit Einsatz etwa 20 Minuten gedämpft und anschließend mit zerlassener Butter oder Vanillesauce übergossen und mit einem Zucker-Mohn-Gemisch bestreut.
Selbst gemachte Germknödel – ein Hochgenuss! Probieren Sie’s aus!

 

Wissen Sie, was Rohrnudeln sind? Man könnte sie auch Buchteln oder Wuchteln nennen, meine Großmama allerdings war Bäuerin in Untertauern, und da heißen sie Rohrnudeln. Aber egal wie man sie bezeichnet – eines steht fest: köstlich sind sie und köstlich waren sie auch schon früher, und früher war ja doch noch vieles anders. So viel essen zu können, wie man wollte, war keine Selbstverständlichkeit.

Wir haben heute das große Glück, in einer Zeit und in einem Land zu leben, in dem wir praktisch rund um die Uhr eine Vielfalt verschiedenster Lebensmittel zur Verfügung haben – und das noch dazu in einer ausgezeichneten Qualität und in ausreichender Menge. Beides ist keine Selbstverständlichkeit.

Meine Großmama musste meistens mit dem auskommen, was am eigenen Hof hergestellt werden konnte, zugekauft wurde nur das Notwendigste. Fleisch gab es selten und daher wurden häufig Mehlspeisen gegessen.

Erdäpfelsuppe und Rohrnudeln, das war ein ganz typisches Freitagabendessen, wie man mir erzählte, und bei den Kindern ganz besonders beliebt, daran können sich meine vielen Onkeln und Tanten noch heute erinnern.

Als einer von Großmamas Söhnen in der Volksschule einmal gefragt wurde, was denn sein Lieblingsessen sei, kam daher prompt die Antwort: „Erdäpfelsuppe mit Rohrnudeln!“ Und tatsächlich konnte er, obwohl er einer der jüngeren Schüler war (alle Jahrgänge wurden damals gemeinsam von einem Lehrer in einer Klasse unterrichtet), dem Herrn Oberlehrer ganz genau erklären, was das sei und auch wie es zubereitet wurde, wusste er zu berichten. 
Und weil Rohrnudeln auch heute noch mindestens genauso gut schmecken wie damals, hier das Rezept für Sie zum Nachkochen. Rezept für Rohrnudeln und Rezept für Erdäpfelsuppe








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