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Fasten - verzichten mit Genuss

Die Vor- und Nachteile des Nahrungsverzichtes

Wenn das neue Jahr begonnen hat, dreht sich bei vielen alles um die Frage: „Wie lasse ich die Kilos wieder purzeln?“. Dafür gibt es zahlreiche Methoden, eine davon ist das Fasten. Seit mehreren Jahrtausenden wird das Fasten betrieben, man findet es in unterschiedlichen Formen in fast allen Weltreligionen wieder. Am bekanntesten hier ist wohl der Ramadan, bei dem auf Nahrung zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang verzichtet wird.

Im Christentum wiederrum gibt es die österliche Fastenzeit, nach dem Fasching oder Karneval. Das Wort stammt unter anderem auch von „Carne vale“, übersetzt „Fleisch, lebe wohl“ ab. Schon früh verschwand das Fasten aus der Kirche und es entwickelten sich Anfang des 19. Jahrhunderts Fastenzentren, die chronische Krankheiten zu heilen prophezeiten.

 

Positives Verzichtserlebnis?

Fasten wird definiert, als vorübergehende, zeitbegrenzte Pause, in der die Nahrungszufuhr ausfällt. In früheren Zeiten war dies unausweichlich, seien es Kriegszeiten gewesen oder Ernteausfälle. Im heutigen Lebensmitteldschungel, ist es für viele ein positiver Verzicht, um das körperliche Unwohlsein zu kurieren beziehungsweise ein paar Kilos los zu werden.

 

Wie spielt der Körper beim Fasten mit?

Unser Körper ist noch wie in der Steinzeit programmiert, das heißt, wenn er das Gefühl hat, zu wenig Energie zu bekommen, schaltet er alles auf Sparflamme herunter. Der Blutdruck sinkt, aber auch die Herzfrequenz und die Körpertemperatur. Durch das Absinken des Blutzuckerspiegels wird vermindert Insulin ausgeschüttet, dafür steigt der Stresshormonhaushalt an. Durch diesen Prozess werden vermehrt Fettsäuren freigesetzt, die die Muskulatur zu einem kleinen Teil als Energiequelle heranziehen kann. Den anderen Teil zur Energiegewinnung holt sich der Körper aus den Proteinvorräten. Hierfür werden pro Tag 50 - 70 g Muskeleiweiß abgebaut, daraus folgt in erster Linie ein Muskelverlust, aber auch eine Schwächung des Immunsystems. Eine Folge des Abbaus ist etwa ein erhöhter Harnsäurespiegel, der zu Gichtanfällen führen kann. Um diesem Anstieg entgegenzuwirken, sind eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Bewegung wichtig.

 

Glücksgefühle beim Fasten?

Oft hört man von sogenannten Glücksgefühlen während des Fastens, die nach der Zeit des Verzichts kommen sollten. Das hängt mit dem Proteinabbau zusammen, der erst nach ein paar Tagen eintritt und die Hungergefühle dämpft. Weiters trägt die Ausschüttung von Stresshormonen zu dieser Euphorie während des Fastens bei.

 

Hilft Fasten bei einer Übersäuerung des Körpers?

Man liest häufig von einer Übersäuerung unseres Körpers, doch ich kann Ihnen versichern, dass unser Körper ausreichend Puffersysteme hat, dem entgegenzuwirken. Häufig wird bei Fastenkuren vom „Entschlacken des Körpers“ gesprochen. Ausscheidungsorgane wie Darm, Leber, Niere, Haut und Lunge scheiden Abbauprodukte des Stoffwechsels laufend über Kot, Harn und Atemluft aus.

 

Schlussendlich kann gesagt werden, dass es wichtig ist, dass Fastenkuren richtig und nach Möglichkeit fachlich begleitet durchgeführt werden. Um mögliche Kontraindikationen und Nebenwirkungen

rechtzeitig auszuschließen.

 

Fasten mit Genuss

Fasten im allgemeinen Sprachgebrauch, meint meist nicht einen gänzlichen Nahrungsverzicht. Vielmehr das Einschränken manch ungesunder Gewohnheiten - vielfach wird in der Fastenzeit auf Süßes, Fettes, Fleisch oder Alkohol verzichtet. Zum Glück gibt es jede Menge gesunde, schmackhafte Gerichte, die es einem gar nicht so schwer machen, sich gesund zu ernähren oder dauerhaft auf eine gesündere Lebensweise umzusteigen.
 

 




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