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Elfi Geiblinger zu Gast beim Bio-Wagyu-Bauern Anton Leitner

Bio-Wagyu / Kobe Rind von Anton Leitner Jr. in Thalgau

Wer hat sie nicht, diese Sehnsucht nach der perfekten ländlichen Idylle, die man aus den Bilderbüchern kennt? Ein Besuch auf dem Leitner-Hof in Thalgau erfüllt diese Sehnsucht in geradezu idealer Weise. Da kommen Pferd und Esel an den Zaun, um sich die begehrten Streicheleinheiten zu holen, da flattern Schmetterlinge von Wiesenblume zu Wiesenblume, Spatzen suchen tschilpend nach Futter und werden fündig im Taubenschlag. Es gibt Katzen, zwei Hunde, die wachsam und interessiert die Besucher beäugen, Kaninchen im Gehege und als Krönung eine kleine Herde von dunkel glänzenden Wagyurindern, die sich mit den Kälbern auf der großen Weide tummeln.

 

Japanische Rinder im Salzburger Thalgau

Vor und zehn Jahren hat sich Toni Leitner entschlossen, diese japanische Rinderrasse, bei uns besser bekannt unter dem Namen Koberinder, in Österreich zu züchten. Er war der erste und einzige Biobauer, der dieses Wagnis in unserem Land eingegangen ist, das nicht ohne Risiko war. Die Rinder sind sehr hochwertig und damit auch teuer. Es gab niemand, der ihn hätte beraten können, als er mit der Zucht angefangen hat.

Aber die Eigenschaften, die Toni Leitner ausmachen, haben ihm den gewünschten Erfolg gebracht. Er ist ein Querdenker, innovativ und zutiefst davon überzeugt, dass nachhaltiges und biologisches Wirtschaften, getragen ist von einem tiefen und umfassenden Verständnis für die Natur, Zukunft hat. Seine Frau Doris hat ihn tatkräftig unterstützt auf dem Weg zum Erfolg und ihn bestärkt, wenn zwischendurch einmal Zweifel aufgekommen sind.

 

Qualität braucht Zeit

Bei den Wagyurindern ist die Fleischqualität, die abhängig ist vom Grad der Marmorierung, alles entscheidend. Die Tiere brauchen viel Zeit zum Wachsen und sind erst nach drei Jahren schlachtreif. Mittlerweile hat es Familie Leitner geschafft, Rinder zu züchten, die die höchste Marmorierungstufe erreicht haben. Wie gut das gelungen ist, sieht man erst, wenn das Tier bereits zerlegt worden ist und erst dann weiß man, wie gut der Erlös aus dem Verkauf sein wird.

Für die Edelteile des Wagyurindes in der besten Qualität, das man sich vermutlich nur zu besonderen Anlässen gönnt, zahlen Liebhaber Höchstpreise. Familie Leitner bietet das Fleisch tiefgefroren ab Hof an oder verschickt es in Kälteboxen an die Kunden. Der Fleischanteil liegt bei den Rindern, die sich vom hofeigenen Biogras und Bioheu ernähren und reinstes Wasser aus eigener Quelle trinken, bei hohen 60 Prozent.

 

Wagyuburger vom Feinsten

Das Fleisch, das nicht zu den Edelteilen zählt, wird faschiert und als Wagyuburger vermarktet. Im Sommer kann man die von Freitag bis Sonntagfrisch beim hofeigenen Burgerstandl verzehren. Der Andrang ist groß und viele, die auf der frequentierten Straße von Thalgau nach Mondsee unterwegs sind, nützen die Gelegenheit für einen kurzen Zwischenstopp. Kein Wunder! Nachdem ich diesen Wagyuburger gekostet habe, der keine Würze und keinen Schnickschnack braucht, weiß ich, dass ich niemals wieder in einen herkömmlichen Burger beißen werde.

 










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