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Echt Scha(r)f - feine Fleisch und Wurstprodukte aus Bischofshofen

Zu Besuch am Biobauernhof Schreckgut

Raus dem belebten Bischofshofen, fahre ich vorbei an der Sprungschanze von Welt die schmale Strasse Richtung Gainfeld. Das Tal wird weit und ich sehe schon von weitem die grasenden Schafe vom Biobauernhof Schreckgut („Oberseidl“).


Funktionierendes Betriebskonzept

Auf einem gut 300 Jahre alten Hof züchten Metzgermeister Sepp Mayer und seine Frau Michaela Schafe, Puten und Schweine. Der Schwerpunkt liegt in der Schafzucht. Die Aufzucht und Pflege der Tiere erledigt Familie Mayer stets selbst. Gefüttert wird ausschließlich mit Heu aus der eigenen Landwirtschaft. Wenn die Schafe im Sommer auf der Alm sind, werden am Hof neben Puten auch Schweine gehalten. Nicht irgendwelche Schweine, ausgesuchte Freilandschweine. Das Turoplieschwein zählt zu den aussterbenden Nutztierrassen, einer Urrasse unter den Hausschweinen. Es bewegt sich viel und das schmeckt man im besonders hochwertigen Fett, welches durch die Bewegung aufgebaut wird.


Genusskrone – höchste Auszeichnung für regionale Produkte

Metzgermeister Sepp kommt schon auf mich zu – symphatisch, ehrlich, wortgewand. „Das Wichtigste ist mir, dass meine Kunden ihr Produkt erleben. Sie sollen sehen können, wie wir produzieren“, klingt Sepp überzeugend. Dabei führt er mich in den kleinen, feinen Hofladen. Dieser ist gerade mal ein paar Quadratmeter groß aber gefüllt mir herrlichen Würsten, Speck und vielen Auszeichnungen. Sepp hat sein Handwerk von der Pieke auf gelernt und mit Bravour abgeschlossen: Metzgermeister! Die Genusskrone, wohl die höchste Auszeichnung für heimische Produkte prämiert die besten Produkte aus den Bundesländern in Österreich. Sepps Produkte wurden bisher nicht nur einmal prämiert. Sein Chillispeck wurde ausgezeichnet, ebenso sein Schafrohschinken. 


Eigene Hofmetzgerei

Wir gehen weiter in die Hofmetzgerei. Wer nun glaubt, in einem kahlen, vielleicht noch blutüberströmten Raum gelandet zu sein der täuscht. Ich bin mir sicher, noch nie zuvor in meinem Leben einen so liebevoll gestalteten Schlachtraum gesehen zu haben. Schlachtraum und liebevoll hört sich nun vielleicht nach Wiederspruch an – ist es aber nicht! Sepp steht in seinem Reich, blickt durch das große Fenster hinauf zu den Schafen und erklärt mir das Bild an der Wand. Es zeigt ihn lebensgroß mit den Schafen auf der Alm. Man spürt seinen Stolz und den Kreislauf am Hof.


Melkender Metzgermeister – ein NoGo

„Meine Eltern haben den Betrieb klassisch geführt - Milchwirtschaft und immer ein paar Schafe. Schon der Großvater hatte welche. Sie passen gut in unser steiles Gelände.“, erklärt er mir. Michaela fügt hinzu, dass Sepps Mama immer sagt, dass Sepp als kleiner Bub schon beim Hauswürstel machen half, ihn die Metzgerei schon von Kindsbeinen an interessierte. So war der Weg vielleicht schon etwas vorgegeben. Der alte Stall hätte für die Milchwirtschaft aufwendig adaptiert werden müssen. So fügte sich eines zum anderen, und es war bald klar, dass die Fleischwirtschaft in dieser Generation den Hof dominieren wird. „Das wäre aber eh ein Wahnsinn, wenn ich als Metzgermeister melken würde.“ lacht Sepp.


Geniale Stallungen

Wir drehen eine Stallrunde und ich bin mehr als beeindruckt. Ein alter Stall, geschmackvoll renoviert, frisch eingestreut. Der Herr als Hirte schützend an der Wand. Durch die ausschließliche Verwendung von Naturstoffen (Holz und Naturstein) entsteht ein rundum gesundes Raumklima. Die Ställe können während der Öffnungszeiten des Hofladens besichtigt werden. So kann sich jeder Besucher des Hofes ein Bild vom rein natürlichen und wahrhaft biologischen Lebensumfeld der Tiere machen.

 

„Biobauernhof Schreck“ - das spürt man

Als mir Sepp erzählt, dass seine Frau und er erst 2012 übernommen haben und all das in den letzten paar Jahren neben den zwei Töchtern Niki und Lena in Handarbeit hergerichtet haben, denke ich mir nicht zum ersten Mal: „Echt scha(r)f. - Auf dieser Weide und in diesem Stall muss es einfach herrlich sein, ein Schaf und ein Schwein zu sein.“
 

Michaela zeigt mir die großen Kräuterbeete. In die Würstel kommen ausschließlich Produkte vom Hof: das Fleisch von den Schafen und den Turoplolieschweinen, Michaelas Kräuter, Chili und Tomaten.


Wertvolle Kooperation

Auf die Frage, ob es noch Ziele gäbe antworten beide mehr oder weniger im Chor: „Es soll einfach so bleiben wie es ist.“ In den letzten Jahren hat sich alles gut zusammengefügt – Sepp als Metzger und Michaela im Büro und in der Vermarktung, die ausgeprägte Hanglage als Grundlage für eine artgerechte Tierhaltung, der alte Stall als hochwertiger Unterschlupf und der Maximilianmarkt in Bischofshofen. Dort findet man die beiden nämlich – jeden Freitag im Verkaufswagen mit den Hödelmosers von „Echt Kasig“.

„Echt Schaf.“ und „Echt Kasig.“ – eine wertvolle Kooperation. G


Willst du die preisgekrönten Würsteln verkosten? Dann komm nach Bischofshofen!
Verkaufsstellen „Echt Schaf“:

 

  • Nach telefonischer Vereinbarung: Ab Hof Laden in Gainfeld (die Anfahrt lohnt sich), jeden Freitag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr und jeden Samstag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • Maximiliansmarkt Bischofshofen, jeden Freitag von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr im Bischofshofener Ortszentrum Neben den Schafprodukten aus dem Gainfeldtal erwarten dich frisches Obst und Gemüse, herrliches Bauernbrot, süße Schmankerl und schmackhafte Milchprodukte.




Josef Mayer

Im urig gemütlichen Hofladen verkaufen Michaela und Sepp Mayer ihre mehrfach ausgezeichneten Delikatessen aus eigener Herstellung - Lammfleisch und Würste.

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Maximilians-Bauernmarkt Bischofshofen


Am Bauernmarkt in Bischofshofen, seit dem Umzug in die Begegnungszone Maximiliansmarkt genannt, verkaufen Bauern und Unternehmer der Region wöchentlich ihre Produkte.

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