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Die Zwiebel – ein ganzjähriges Superfood

Lagerfähig und vielseitig einsetzbar

Die Obst- und Gemüseauswahl minimiert sich, je länger der Winter andauert. Keine Ahnung ob es nur mir so geht, doch irgendwie sehne ich mich schon nach frischen, knackigen Salaten oder dem fruchtigen Aroma der ersten Beeren. Doch ein wenig müssen wir uns im März noch gedulden, bis wir die erste Ernte genießen dürfen. Nur einzelne Obst- und Gemüsesorten sind das ganze Jahr über regional erhältlich, dank ihrer einzigartigen Lagerfähigkeit. Eine davon ist die Zwiebel. Nicht immer so ein Spaß, wenn man sie in der Küche einsetzt, vor

allem wenn man große Mengen wie bei einem Gulasch oder einer Zwiebelsuppe benötigt, da passiert es häufig, dass die Tränen zum Kullern beginnen und so gar nicht aufhörenmöchten.

 

Warum ist das so und was steckt in diesem Gemüse sonst noch drinnen?

Grund für diese Tränenausbrüche sind Schwefelverbindungen, welche in der äußersten Schicht der Zwiebel liegen. Beim Schneiden treffen genau diese, auf die im Inneren gelegen Enzyme und so entsteht dann dieser tränenlösende Stoff. Um dies zu verhindern verwenden

manche Taucherbrillen, aber auch ein scharfes Messer und ein, mit Wasser abgeschwemmtes, Brett helfen, die Reaktion zu vermindern.

Auch wenn die Tränen bei der Zubereitung unnütz erscheinen, genau diese Schwefelverbindung ist später in unserem Blutkreislauf sehr nützlich. Sie reichert das Blut mit Sauerstoff an und hemmt die Blutgerinnung. Durch diese Verbindung in der Zwiebel

kann das Thromboserisiko auf natürlich Weise gesenkt werden.

 

Was für Nährstoffe stecken noch in einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit?

Laut den alten Ägyptern sollte die kugelige Knolle sogar die Toten wieder zum Leben erwecken. Im antiken Griechenland hingegen verwendete man sie als Heilmittel zum Beispiel: als natürlichen Blutverdünner. Waren dies nur Mythen der damaligen Zeit oder steckt da doch was dahinter?

Feststeht, dass in 100 g Zwiebel zahlreiche Nährstoffe stecken, wie:

  • 7,4 mg Vitamin C und dieses eine antioxidative Wirkung für unseren Körper bereitstellt.
  • 162 mg Kalium, welches eine relevante Rolle für Nerven und Muskulatur spielt.
  • 50 mg Schwefel, dies hat eine positive Auswirkung auf die Darmflora und hilft der Leber beim Entgiften.
  • Und der B-Vitamin Komplex.

Wusstest du, dass in der Zwiebel keine Stärke stecket?

In vielen anderen Gemüsesorten liegen die Kohlenhydrate in Form von Stärke vor, beim Zwiebel hingegen sind es sogenannte Fruktane. Diese wasserlöslichen Kohlenhydrate verhindern das Austrocknen der Zwiebel, welches eine sehr nützliche Funktion darstellt. Hingegen hat nicht jeder Mensch eine Freude mit den Fruktanen, denn genau diejenigen die einen empfindlichen Verdauungsapparat haben, reagieren mit Blähungen. Da sie aber auch den Stuhlgang fördern und die Kalziumabsorption steigern, sind Fruktane für unseren Körper

sehr nützlich.

 

Zwiebel als Heilmittel

Einerseits wird die Zwiebel vielseitig in der Küche eingesetzt, aber auch als uraltes Heilmittel, ob als:

  • Zwiebelsaft bei Erkältungen oder,
  • Zwiebelsäckchen gegen Hals- und Ohrenschmerzen oder
  • Zwiebelscheiben bei Insektenstichen und vielem mehr.

Also lasst ab und an die Tränen kullern, denn die Zwiebel enthält zahlreiche Nährstoffe die für unseren Körper sehr nützlich sind.

Ich habe für euch dafür ein leckeres Rezept, ein Zwiebelchutney vorbereitet. Auch als kleines Präsent eignet sich diese Leckerei ideal.




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