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Auf a Riamich zur Muhrerhütte im Riedingtal

Lungauer Spezialitäten auf der wunderschönen Alm

Es scheint, als könnte man den Duft von Kasknödelsuppe und Topfennudeln schon beim Start zur Wanderung ins Riedingtal riechen! Auf der Muhreralm verwöhnen Altbäuerin Maria Gruber sowie helfende Hände ihre Gäste mit Lungauer Spezialitäten.

 

Unmittelbar vor der Mautstelle im Riedingtal führt der Weg rechts weg in den sogenannten Zederhauser Großkessel – ein Seitental vom Riedingtal. Es ist ein kurzer und einfacher Fußmarsch, der hinauf zur Alm von Andreas und Petra Jäger führt. Eigentlich wollten wir ja gleich Maria Gruber in ihrer urigen Almküche über die Schultern blicken. Sie ist die Altbäuerin vom Muhrerbauern in St. Martin im Lungau und seit mehr als 20 Jahren Sennerin auf der Muhreralm im Zederhauser Großkessel (1.659 m). Bevor wir aber zur weitgehend noch originalen rund 100 Jahre alten Almhütte gehen, stoppen uns neugierige Nasen: Es sind die drei Schweine, die gerade ihren neuen Stall verlassen haben und über ihren exklusiven Freisitz die Aussicht auf die Zwillingswand (2.418 m) genießen.

 

Riamich, Almkas, Kasnödelsuppe….

Nach einigen Streicheleinheiten – die Borsten sind überraschenderweise gar nicht kratzig – ist es an der Zeit, Maria zu besuchen. Die 78-Jährige werkt unermüdlich in der Küche und bereitet Kasknödelsuppe sowie Brettljause für die Gäste zu. Immer wieder teilt sie Teig auseinander. Als wir das sehen, ist unsere Freude groß, denn gleich wird es köstliche Krapfen geben! Täglich stellt Maria frische Almprodukte her. Voran die Riamich (Buttermilch), Topfen und den regionaltypischen Almkas aus Magermilch. Eine weitere Spezialität Marias sind die Topfennudeln. Am besten genießt man sie mit Grantn (Preiselbeeren).

 

Maria zeigt uns auch die Milchkammer und den Kessel, der 120 Liter fasst und vollgefüllt ist. Die Milch wird erhitzt und gerührt. „Früher haben wir das alles in der Küche am Herd gemacht“, erinnert sich Maria noch gut. Vor elf Jahren wurden die Verarbeitungsräume modernisiert, was den ursprünglichen Charakter der Muhrerhütte aber nicht getrübt hat. Und die Arbeit ist ja auch nicht weniger geworden: Den täglich frischen Rohstoff für die Almprodukte liefern sieben Milchkühe, die morgens und abends zum Melken in den kleinen Stall getrieben werden. Dabei hat Maria in diesem Sommer Unterstützung von Tilman Waselau. Der 19-Jährige kommt aus Deutschland. Er nutzt das Praktikum auf der Alm für seine landwirtschaftliche Ausbildung.

 

Einkehren und genießen auf der traditionellen Alm

Hilfe hat Maria auch bei der Bewirtschaftung der Gäste, die in der Muhreralm einkehren. In diesem Sommer serviert Kathi Drexler aus Bayern die Köstlichkeiten und auch die 13-jährige Enkelin Sophia hilft im Service schon mit. Sie kredenzen Kasbrot, Speckbrot, Brettljaus’n, dazu selbstgemachten Hollersekt und Almkracherl. Alle kennen die Handgriffe dieser Arbeit unter einfachen Bedingungen, und alle packen gerne mit an.

 

Dieses gemeinsame Engagement der ganzen Familie sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die traditionelle Form der Almwirtschaft, dieses „nicht-touristisch-sein“ und die frischen Almprodukte sind es, weshalb vor allem Einheimische die Muhreralm so schätzen. So wandern und radeln viele Bekannten und Freunde der Familie mehrmals im Almsommer hinauf. Sie trinken erfrischende Riamich – und gehen natürlich nicht ohne Butter und Almkas im Rucksack wieder nach Hause!

 








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